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Playhouse: das House-Label aus Frankfurt

Frankfurt · ab September 1993

Playhouse ist das House-Standbein der Frankfurter Labelfamilie, die Anfang der Neunziger aus dem Plattenladen Delirium heraus entstand. Im MAD NET lag die Seite unter /ongaku/playhouse/ und später unter /playhouse/, mit Release-Übersichten, Künstlerseiten und einem eigenen Bereich für den Club Robert Johnson.

GegründetSeptember 1993 in Frankfurt am Main
Gründung durchAta und Heiko Schäfer (Heiko M/S/O)
Erste Katalognummerplay 01, Holy Garage „Surprise“
SchwesterlabelsKlang Elektronik, Ongaku Musik
Im MAD NET/ongaku/playhouse/ und /playhouse/, inklusive Robert-Johnson-Sektion

Aus dem Plattenladen ins Label

Der Ausgangspunkt war 1992 der Frankfurter Plattenladen Delirium. Aus diesem Umfeld heraus entstanden ab 1993 innerhalb kurzer Zeit drei Labels: Ongaku Musik, Klang Elektronik und Playhouse. Die Arbeitsteilung war klar: Playhouse übernahm die House-Seite, Klang Elektronik die härtere, technoide Seite, Ongaku Musik lief als drittes Standbein daneben.

Die Release-Übersicht im MAD NET beginnt mit play 01, einer Zwölfzoll von Holy Garage mit dem Titel „Surprise". Die Künstlerseiten des Archivs sind entsprechend spärlich gehalten, oft mit dem lakonischen Vermerk „No Further Info" – ein guter Hinweis darauf, wie diese Labels sich selbst verstanden: Die Platte sollte sprechen, nicht die Biografie.

Robert Johnson

Ab 1999 kam mit dem Robert Johnson in Offenbach ein Club dazu, der eng mit dem Playhouse-Umfeld verbunden ist. Im MAD NET hatte er eine eigene Unterseite unter /playhouse/robert-johnson/. Der Club ist bis heute eine der wichtigsten Adressen für House und Techno im Rhein-Main-Gebiet und hat die Wahrnehmung des Frankfurter Sounds weit über die Region hinaus geprägt.

Warum das Netzwerk hier besonders dicht war

Rund um Playhouse lässt sich gut zeigen, wie eng die MAD-NET-Labels miteinander verbunden waren. Die erste Veröffentlichung von Stir15 Recordings im April 1995 entstand als Kooperation zwischen Playhouse und dem Hamburger Ladomat-Label. Das Label Zehnkampf wurde von einem Produzenten betrieben, der selbst auf Playhouse veröffentlichte. Und das 7-Zoll-Label Hal 9000 machte unter anderem mit einem Remix für Playhouse auf sich aufmerksam.

Archivhinweis: Die Playhouse-Seiten im MAD NET waren klassische Framesets mit getrennten Navigations-, News- und Release-Dateien. Alle diese Adressen leiten heute auf diese Seite, damit die alten Verweise aus Foren und Verzeichnissen nicht ins Leere laufen.

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